Das Dorf Elisabethszell
Elisabethszell

Um das Jahr 900 kam ein gewisser Atzo oder auch Atzon genannt in unser heutiges Dorf Elisabethszell und begann mit der Rodung, um später Ackerbau und Viehzucht zu betreiben.

Es steht sehr nahe, daß dieser Atzo von dem damaligen Burgherrn von Haibach ein größeres Grundstück zu gewiesen bekam, das er rodete, was man auch Parzelle nannte. Als sich nach einer gewissen Zeit einige Familien angesiedelt hatten, erhielt diese Ortschaft den Namen Atzenzell.

Am 18. November 1346, also am Vortage des Festes der hl. Elisabeth von Thüringen, errichtete Ritter Dietrich der Haibecker, Vizedom von Straubing in Atzenzell für die Benediktiner von Oberalteich eine Probstei zu Ehren der hl. Elisabeth. Er wollte dadurch der seelsorglichen Vernachlässigung ein Ende bereiten. Zu gleich aber seiner Gemahlin EIisabeth ein ewiges Denkmal setzen.

Die erste Kirche wurde im Jahre 1347 erbaut und der hl. Elisabeth geweiht. Von dieser Zeit an heißt der Ort Elisabethszell

Die alte Kirche stand im jetzt aufgelassenen Friedhof und war ein reiner Holzbau mit einem kleinen Zwiebelturm.

Elisabethszell war dann eine Filiale von Haselbach und wurde erst 1805 zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Da die alte Kirche zu klein geworden war und auch baufällig, ließ der bayr. Staat diese abbrechen und die Jetzige erbauen.

Die Innenausstattung wurde erst 1870-1875 fertiggestellt. Am 11. Juli 1877 wurde die Pfarrkirche von Bischof Ignatius von Senestrey konserkriert.

Die Pfarrei umfaßt 31 Ortsnamen (Dörfer, Weiler und Einöden) und ist eine große Streusiedlung. Die Einwohnerzahl bewegt sich zur Zeit zwischen 820 und 850.

Der höchste Berggipfel ist der Hadriwa und ist 922 m hoch. Der Ort Elisabethszell 630 m.